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Stellenausschreibung: Universitätsprofessur für Geographie und Regionalforschung

Ab sofort ist an unserem Institut eine Universitätsprofessur für Geographie und Regionalforschung ausgeschrieben. Aufgabenbereiche und Voraussetzungen erfahren Sie hier. Bewerbungsschluss ist der 10.3.2019.

 
Klagenfurter Geographische Schriften

Heft 30 "Systemtheoretische Geographie" der traditionellen wissenschaftlichen Schriftenreihe des Instituts für Geographie und Regionalforschung ist online. Sie finden das Heft hier.

 
Videos der Gastvorträge am Institut für Geographie und Regionalforschung

Im Wintersemester haben einige interessante wiwi_aktuell Gastvorträge stattgefunden. Die Vorträge wurden aufgezeichnet und können über Campus-Tv angesehen werden. Eine Auflistung finden Sie hier.

 
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Philipp Aufenvenne

Dipl.-Geograph

 

 

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AAU-Forschungsdokumentation

Die Säulen der Einheit und die Brücken im Fach - Geographische Forschung in Deutschland zwischen Rhetorik und Praxis

(In Zusammenarbeit mit Malte Steinbrink und der Forschungsgruppe Netzwerk der Universität Osnabrück)

Seitdem es sie gibt, ist die universitäre Geographie damit beschäftigt gewesen, sich selbst zu beschreiben. Das gilt zunächst vor allem für die Anfangsphase disziplinärer Ausdifferenzierungsprozesse seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Aber auch im Zuge der stärkeren Institutionalisierung des Faches während des 20. Jahrhunderts blieb die Frage nach dem disziplinären Selbstverständnis virulent. Und noch immer ist eine auffällige Unsicherheit über den Erkenntnisgegenstand und die spezifische Forschungsperspektive der Geographie zu beobachten. Diese Unsicherheit basiert u.a. auf dem Doppelcharakter der Geographie als Natur- und Geisteswissenschaft und dem damit verbundenen Anspruch, beide Bereiche zu vereinen.

Diese Einheitsidee ist spätestens seit dem Kieler Geographentag 1969 immer wieder problematisiert worden: Während Einheitsskeptiker auf wissenschaftstheoretisch begründbare Inkommensurabilitäten verweisen, betonen Einheitsoptimisten die Notwendigkeit und den Mehrwert einer Geographie als integrative Wissenschaft. In einer aktuellen Lesart wird die Idee des Brückenfachs als Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb der Disziplinen herausgestellt und – bspw. in Anbetracht der komplexen Problemlagen des Global (Environmental) Change – die „innerdisziplinäre Interdisziplinarität“ (Daschkeit 2000) als innovativ und zeitgemäß betont. Jenseits dieser teils emotional geführten innerfachlichen Diskussion ist eine empirische Annährung an die Einheitsfrage bislang jedoch kaum unternommen worden.

Als Ausgangspunkt für unsere Untersuchungen wollen wir den seit fast 80 Jahren meist als selbstironische Verlegenheitsformel durch die Fachwelt geisternden Slogan „geography is what geogarphers do“ (Parkins 1934) ernst nehmen und die geographische Forschungspraxis im deutschsprachigen Raum betrachten. Vor dem Hintergrund des Brückenfach-Anspruchs und der Einheitsrhetorik wollen wir fragen: What do Geographers do? Wie überbrücken sie? Wie praktizieren sie die Einheit?

Methodologisch basiert die Untersuchung auf dem Forschungsansatz der Sozialen Netzwerkanalyse (SNA).Das Ziel ist, die verbindenden Themenfelder (‚Schnittstellen‘) sowie die integrativen Akteure der (gesamt-)geographischen Wissenschaft zu explorieren. Mit Hilfe bibliometrischer Analysen machen wir uns auf die Suche nach den „Säulen“ der Einheit und den „Brücken“ in unserem Fach.

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